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Eine Gruppe von Touristinnen und Touristen steht auf einer schmelzenden Eislandschaft und posiert an verschiedenen Punkten des Bildes für Fotos. An vielen Stellen der Eislandschaft hat sich schwarzer Ruß abgesetzt, das Eis ist dort sehr dunkel. Im Vordergrund ist eine große Pfütze aus Schmelzwasser.

Signs of Change

22.3.2023 — 24.3.2024

Signs of Change

Darum geht's

Die Sonderausstellung „Signs of Change. Landschaften im Klimawandel“ zeigt bis zum 3. März 2024 Landschaftsfotografien von Olaf Otto Becker in der Großen Galerie. Für seine Bildserien begibt er sich auf Expeditionen an Orte, an denen der Klimawandel sichtbar und erfahrbar ist.

Auf den Spuren des Klimawandels

Einerseits faszinierend schön, anderseits verletzlich, bröckelnd oder gar völlig zerstört: In vielen Landschaften unserer Erde zeigen sich die Folgen des Klimawandels und menschlicher Eingriffe in die Natur.

Olaf Otto Becker ist den Veränderungen auf unserer Erde seit über 30 Jahren auf der Spur. Zu Fuß wanderte der Fotograf 570 Kilometer über den schmelzenden Eisschild von Grönland. Dessen Westküste hatte er zuvor allein, im Boot mit seiner Großformatkamera, passiert. Dabei hielt er in faszinierenden Bildern den schmelzenden Eisschild, den Grönland-Tourismus und die kalbenden Gletscher fest.

Über Jahre war Becker zudem immer wieder zusammen mit Forschenden sowie Umweltaktivistinnen und Umweltaktivisten in Südostasien und Australien unterwegs, um dort bedrohte Regenwälder und technologisierte Stadträume zu dokumentieren. Hier zeigt sich, wie Umweltzerstörung und Fortschritt in zur gleichen Zeit stattfinden.

Zuletzt fotografierte er die tauenden Permafrostlandschaften des sibirischen Sommers und die Hafenstadt Tiksi am Nordpolarmeer. Dort hofft die verbliebene Bevölkerung, dass die globale Erwärmung neue Seewege an der sibirischen Nordküste freigibt und ihre Stadt wirtschaftlich wieder aufblühen lässt. Mensch und Natur konkurrieren hier um Platz und Ressourcen.

Von einem großen, schwimmenden Eisberg bricht ein Stück Eis ab, Wasser spritzt in einer großen Sprühwolke hoch.
Diskobucht an der Westküste Grönlands, Juli 2015. Der Fotograf beschreibt den Moment so: „Urplötzlich unterbrechen donnernde Kanonenschläge die Stille. Ganz in der Nähe bricht gerade ein großer Eisberg auseinander. Begleitet von einem sprudelnden Wasserschwall schießt neben dem weißen Berg ein großes Stück Eis aus der Tiefe.“ Serie: Ilulissat – Sculptures of Change Foto: Olaf Otto Becker 1/1

Zerstörung und Schönheit

In der Ausstellung sind technisch anspruchsvolle Fotografien zu sehen und emotionale Erfahrungsberichte zu lesen. Olaf Otto Becker bringt Dokumentation und künstlerischen Ausdruck auf besondere Weise zusammen. Zerstörung und Schönheit existieren oft im gleichen Augenblick. Darüber hinaus führt die Werkschau zu globalen Brennpunkten, an denen Mensch und Natur kollidieren. „Signs of Change“ zeigt die Auswirkungen des Klimawandels und fordert zur Suche nach Lösungen auf. Nur wenn wir unseren Umgang mit der Natur nachhaltig ändern, können wir die Vielfalt unseres Lebensraumes erhalten.

An einem Strand mit braunem Sand ragen dunkle Erdhügel in Richtung des Meeres. Sie sehen aus wie Eisberge auf dem Trockenen. Himmel und Meer sind gleichmäßig grau. Ein Horizont ist nicht zu erkennen.
Ein grünes Haus in Grönland, daneben ein einfacher Schuppen.
Das Foto zeigt üppig wuchernde Pflanzen in einem riesigen Treibhaus. Zwei Menschen bewegen sich auf einer Treppe durch das Grün.
Auf einem offenen Platz stehen in regelmäßigen Abständen baumartige Strukturen mit stilisierten Baumkronen. Sie sind so hoch wie ein Hochhaus und bestehen aus langen Metallstangen, die von Pflanzen bewachsen sind. Im Hintergrund erstreckt sich ein grünes Parkgelände auf einer Plattform, die auf Betonstelzen steht.
Am Strand von Muostakh, einer kleinen Insel vor der nordsibirischen Küste formen Wind und Wellen eigenartige Skulpturen aus dem schmelzenden Permafrostboden. Durch den Klimawandel steigende Temperaturen lassen die Insel erodieren. Foto: Olaf Otto Becker (Serie: Sibirian Summer) 1/4