Deine Privatsphäre ist uns wichtig!

Wir verwenden Cookies, um unsere Website für dich zu verbessern – ganz ohne versteckte Tracker. Du entscheidest, was du zulassen möchtest.

Essenzielle Cookies ermöglichen grundlegende Funktionen und sind für die einwandfreie Funktion der Website erforderlich.
Statistik Cookies erfassen Informationen anonym. Diese Informationen helfen uns zu verstehen, wie unsere Besucher unsere Website nutzen.
Marketing-Cookies werden von Drittanbietern oder Publishern verwendet, um personalisierte Werbung anzuzeigen. Sie tun dies, indem sie Besucher über Websites hinweg verfolgen.
Direkt zum Seiteninhalt springen
Triebwerk eines Flugzeugs mit Propeller.

Luftfahrt

Dauerausstellung

Luftfahrt

Darum geht's

Erste motorlose Gleitflüge, der Aufbau eines Luftverkehrsnetzes, aber auch Bombenkrieg und Zwangsarbeit: Die Ausstellung „Vom Ballon zur Luftbrücke“ beleuchtet an mehr als 40 Flugzeugen und Großobjekten Höhen und Tiefen der Luftfahrt in Deutschland. Der Ausstellungsbereich Raumfahrt befindet sich im Aufbau und umfasst zurzeit eine kleine Auswahl Raketenmodelle und Triebwerke.

Anfänge der Luftfahrt

Die Ausstellung beginnt am Modell eines Ballons mit ungewöhnlicher Gondel. Es wurde einer satirischen Zeichnung von 1790 nachempfunden und zeigt, wie die ersten Ballonaufstiege gegen Ende des 18. Jahrhunderts die Fantasie der Menschen beflügelten. Gut hundert Jahre später leiteten das lenkbare Luftschiff und die erfolgreichen Gleitflüge von Otto Lilienthal eine rasante Weiterentwicklung der Luftfahrttechnik ein. Die Ausstellung erklärt, wie Lilienthal die Grundlagen des Fliegens erforschte und sein Wissen mit Fluginteressierten auf der ganzen Welt teilte. Außerdem wirft sie einen Blick auf die Geschichte des Flugplatzes Johannisthal. Dort entstand ab 1909 eines der ersten Zentren des Motorflugs in Deutschland. In einer historischen Werkstatt lassen sich einige kuriose Fluggeräte aus den frühen Jahren der Luftfahrt entdecken.

Im offenen Treppenhaus des Neubaus schwebt ein Segelapparat mit Holzgestell und aufgespannten, weißen Tragflächen.
Die Erfolgsgeschichte des Fliegens begann mit Otto Lilienthals ersten Flugversuchen und seinen selbstgebauten Segelapparaten. SDTB/ Foto: H. Hattendorf 1/1

Erster Weltkrieg und Zwischenkriegszeit

Im Ersten Weltkrieg wurde das Flugzeug weiterentwickelt, in großer Zahl hergestellt und für Aufklärungs- und Kampfflüge eingesetzt. Die Ausstellung zeigt, wie Luftbildkameras, Funktechnik und Waffen Einzug ins Flugzeug hielten und die Kampfpiloten als „Ritter der Lüfte“ verherrlicht wurden. Diesem Heldenbild stellt die Ausstellung die „unsichtbare“ Arbeit des Bodenpersonals und der Arbeiterinnen in den Flugzeugfabriken gegenüber.

Nach dem Krieg dienten ausgemusterte Militärflugzeuge dem Transport von Post und Passagieren. Die Reise damit war ein Abenteuer. Die Ausstellung zeigt ein zum Passierflugzeug umgebautes Schlachtflugzeug Halberstadt Cl IV und eine Junkers Ju 52 aus den 1930er Jahren. Im direkten Vergleich wird die technische Entwicklung im Verkehrsflugzeugbau dieser Zeit deutlich. Darüber hinaus erklärt die Ausstellung, wie sich die Beschränkungen des Versailler Vertrages auf die deutsche Luftfahrt auswirkten und warum Frauen keine Chance hatten, in der Männerdomäne Luftfahrt beruflich Fuß zu fassen.

Drei Kinder stehen vor einem sehr großen Flugzeug in der Ausstellung und betrachten das Triebwerk.
Die Junkers Ju 52 ist das größte Flugzeug der Ausstellung. Wegen ihrer Zuverlässigkeit und „gutmütigen“ Flugeigenschaften wurde sie liebevoll „Tante Ju“ genannt. SDTB/ Foto: N. Michalke 1/1

Verheerender Einsatz im Zweiten Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg erreichte der Luftkrieg eine neue Dimension. Der flächendeckende Abwurf von Bomben zerstörte europäische Städte und kostete hunderttausende Zivilisten das Leben. Das Wrack eines Sturzkampfbombers Ju 87 symbolisiert den Schrecken des Bombenkriegs und am Beispiel der Produktion der Rakete A4, von den Nazis mit dem Propagandabegriff „Vergeltungswaffe“ V2 belegt,  zeigt die Ausstellung, wie Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen sowie KZ-Häftlinge unter menschenverachtenden Bedingungen zum Bau deutscher Flugzeuge und Raketen missbraucht  wurden. 

Frontaler Blick auf ein Kampfflugzeug. Die Nase des Flugzeugs ist abmontiert, so dass man in das beleuchtete Innere blicken kann. Im Hintergrund hängt ein weiteres Flugzeug.
Blick in das Innere einer Ju 88: Der Bereich zum Zweiten Weltkrieg zeigt den Terror, den Hitlers Luftwaffe über die Welt brachte, und die Technik, die dahinter stand. SDTB/ Foto: H. Hattendorf 1/1

Luftbrücke und Luftfahrt im geteilten Deutschland

Die weithin sichtbare Douglas C-47 am Gebäude des Technikmuseums erinnert an die Luftbrücke 1948/49. Damals versorgten „Rosinenbomber“ die Westsektoren der Stadt während der Berlin-Blockade durch das sowjetische Militär mit dem Lebensnotwendigen. Die Ausstellung zeigt anhand einzelner Beispiele, wie unterschiedlich sich die Luftfahrt im geteilten Deutschland entwickelte. 

Vier Kinder auf der Terrasse des Museums, in der Glasfront spiegelt sich der Rosinenbomber, der dort aufgehängt ist.
Auf der Terrasse mit dem Rosinenbomber kann man zwischendurch wunderbar Dampf ablassen - und fliegen üben! SDTB/ Foto: Ériver Hijano 1/1