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Wie kann man Befehle geben, empfangen, umsetzen, beobachten und verbessern?

Wenn wir uns mit der Methode des Bodyprogrammings gegenseitig wie Roboter durch den Raum schicken möchten, müssen wir uns auf Befehle und eine gemeinsame Sprache einigen. Bei dieser Praxisanregung verwandeln sich die Kinder selbst in kleine Roboter, empfangen die Befehle der Programmiererin oder des Programmierers und führen diese dann ganz genau aus.

Material

Optional benötigt ihr:

  • Pfeilkarten
  • Pfeilkarten mit Text
  • Tafel und Kreide
Material für eine Body-Programming-Übung: Zwei schwarze Fußabdrücke und Karten mit Pfeilen für geradeaus sowie Richtungswechsel.
Programmieren mit dem eigenen Körper: Bei Body Programming werden Bewegungsabläufe mit Fußspuren und Richtungskarten geplant und ausprobiert. 1/1

Aktivität

Zunächst einigt ihr euch auf Anweisungen, die helfen, euch gegenseitig durch den Raum zu steuern, z. B. verschiedene Pfeile mit der dazugehörigen Anweisung:

Geh ein Schritt vorwärts ⬆️

Geh ein Schritt rückwärts ⬇️

Dreh dich (um eine Vierteldrehung) nach rechts ↩️

Dreh dich (um eine Vierteldrehung) nach links ↪️

In der ersten Runde könnt ihr euch in der Gruppe gegenseitig Schritt für Schritt durch den Raum schicken. Ein Kind spricht die Anweisungen, ein anderes Kind führt sie direkt aus.

Für die nächste Runde legt ihr gemeinsam einen Start- und einen Zielpunkt im Raum fest. Welche Befehle braucht ihr, um beim Ziel anzukommen? Gibt es nur einen Weg oder mehrere Möglichkeiten?

Macht euch einen Plan

Überlegt euch zunächst eine Abfolge von Befehlen für den ganzen Weg. Hängt dafür die passenden Pfeilkarten, sichtbar für alle, untereinander an die Wand oder legt sie auf den Boden. Anschließend befolgt das Roboterkind das Programm Schritt für Schritt. Kommt der Roboter beim Ziel an? An welcher Stelle müsst ihr das Programm verbessern?

Das Programm verbessern

Nicht immer wird der Roboter gleich beim Zielpunkt ankommen. Nicht aufgeben! Bevor eine Maschine genau das macht, was wir Menschen uns ausgedacht haben, müssen Programmiererinnen und Programmierer das Programm immer wieder testen und verändern, denn der Roboter befolgt nur exakt die Befehle, die wir ihm vorgeben. Das Gute daran ist: Wir können das Programm jederzeit erweitern oder korrigieren, Anweisungen genauer definieren und miteinander absprechen.

Start und Ziel sollten zunächst nicht allzu weit auseinanderliegen, damit das Programm nicht zu lang wird. Später könnt ihr euch längere und komplizierte Parcours ausdenken.

Vielleicht kommen auch noch weitere Befehle hinzu, wie zum Beispiel „Duck dich“ etc. Entwerft eigene Zeichen für die neuen Befehle.

Tipp

Wie groß ist ein Schritt?

Die Kinder werden feststellen, dass die Anweisung „Geh einen Schritt vorwärts“ ganz unterschiedlich ausgeführt wird: Legt beispielsweise große und kleine Schritte fest und entwerft entsprechende Pfeile dafür.

Alternativ könnt ihr ein Raster auf den Boden kleben oder projizieren, sodass die Schrittlänge direkt vorgegeben ist.

Richtungen mal anders

Links und rechts sind oft schwierige Anweisungen. Verwendet stattdessen: Dreht euch Richtung Fenster, Richtung Tür …

Alternativ könnt ihr den Kindern einen Gegenstand in jede Hand geben und als Orientierung den Gegenstand oder dessen Farbe nennen: Dreht euch Richtung Giraffe oder Dreht euch Richtung gelb.